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MATE - Tee (Yerba Mate)

Ein Beitrag von rg vom 28. März 2006 @ 11:38 Rubrik: Teekunde

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Grüner Mate Tee…

Mate ist das Volksgetränk in Südbrasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien.
Der Mate-Strauch gehört zur Familie der Stechpalmengewächse (Ilex paraguaiensis und Samt Hilaire), seine coffeinhaltigen Blätter entwickeln einen herbbitteren Geschmack und wirken anregend, was die südamerikanischen Guarani-Indianer beim Kauen der Blätter schon früh entdeckt hatten.
Später betrieben Jesuitenpater auf Mini-Plantagen einen regelrechten Mateanbau trotz des strengen Verbotes der spanischen Besatzer, die den MATE als “Teufelskraut” betrachteten!

Kalebasse
Kalebasse (Kürbis)

Die Jesuiten trockneten die Teeblätter, rösteten sie leicht und zerkleinerten diese anschliessend. Aus Kalebassen “getrocknete Kürbiaschalen” genossen sie mit Hilfe einer Bombilla “Saug—Röhrchen” schliesslich den herrlich anregenden Mate.

Bombilla Saugröhrchen
Bombilla Saugröhrchen

Der Mate-Anbau breitete sich von Brasilien ausgehend zwischen den Flüssen
Paraguay, Parana und Uruguay immer weiter aus und wird heutzutage von den
Regierungen unterstützt. Immerhin stellt der Mate einen ständig wachsenden
Exportartikel dar. Amerika, der Nahe Osten und Südeuropa haben bereits viele Liebhaber für diesen Tee, der als Stimulanz und Tonikum hervorragende Eigenschaften besitzt.
Der französische Wissenschaftler S. de Goldfiem stellte fest, das der Mate, obwohl anregend für Muskeln, Nerven und Gehirn nicht schlafstörend wirkt und nicht das Herz angreift. Vergleichende chemische Analysen verschiedener wissenschaftlicher Institute in New York, Buenos Aires und Rio de Janeiro haben diese Untersuchungsergebnisse bestätigt.
Die Blätter der Mate enthalten demnach mehr als 20 Aminosäuren, Vitamin B1, B2 und C, sowie Mineralsalze und Zucker. Der Coffeingehalt ist mit 1,5% höher als der vom Kaffee, dennoch ist Mate keinesfalls zu den Rauschgiften zu rechnen, weil andere Bestandteile den Ausgleich schaffen. Er wirkt ausserdem harntreibend, verdauungsfördernd und erstaunlicherweise trotz des Zuckergehaltes fettabbauend.




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