Archiv zur KategorieWeisheiten

Gemeinsam eine gute Tasse Tee trinken…

Es war eine Gruppe älterer Herren in Japan. Die Männer trafen sich regelmäßig, um untereinander Neuigkeiten auszutauschen und vor allem um gemeinsam eine gute Tasse Tee zu trinken.
Sie hatten alle große Freude daran, besonders teure Teesorten ausfindig zu machen und neue Mischungen zu kreieren, die ihrem Gaumen schmeichelten.
Als das älteste Mitglied der Gruppe an der Reihe war, die anderen zu bewirten, servierte er den Tee mit der ausgesuchtesten Zeremonie und verteilte die Teeblätter aus einem goldenen Gefäss. Alle Männer waren voll des Lobes und wollten wissen, wie er diese hervorragende Mischung zusammengestellt hatte.
Der alte Mann lächelte und sagte: “Meine Herren, den Tee, den Sie so köstlich finden, trinken die Bauern auf meiner Farm. Die besten Dinge im Leben sind oft weder teuer noch schwer zu finden.”

Anthony de Mello

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Wissen was Frieden ist…

Geh doch die Waegsteine...

Nicht einmal hundert Jahre lebt der Mensch,
Doch hegt er ständig Kummer wie für tausend Jahre.
Vom eigenen Gebrechen kaum erholt,
Beladen Kind und Enkel ihn mit Sorgen.
Jetzt muss er nach den Reissetzlingen sehen,
Sich dann noch um die Maulbeerbäume kümmern.
Geh doch die Wägsteine ins Ostmeer werfen,
Wenn sie zum Grund gesunken erst, weißt du,
was Frieden ist.

Hanshan China

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Wendepunkte

Regenbogen

Ist das Auge am Erblinden,
sieht es jedes feine Härchen.
Ist das Ohr dem Taubsein nahe,
hört es kleinster Mücken schwirren.

Eh´ der Gaumen völlig stumpf wird,
kennt er Wasser nach der Quelle.
Will sich der Geruch verlieren,
kennt er dürren Holzes Moder.
Ist der Körper am Erlahmen,
rastlos muß er sich bewegen.

Eh´ im Herzen Wahnsinn dunkelt,
scheidet klar es Recht und Unrecht.

Eh´ das Äußerste erreicht ist,
kehrt sich nichts ins Gegenteil.

Liä Dsi

Und so lernen wir die Dinge die geschehen zu akzeptieren
und sehen dass sich alles erst verwandelt, wenn es seinen
Höhepunkt oder seinen Tiefpunkt erreicht hat.
Nehmen Sie sich die Zeit die Sie brauchen und bedenken
Sie dass alles sich verändert. Das ist sicher!
Trinken Sie Tee und vergessen Sie den Lärm der Welt,
finden Sie zu sich selbst.

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Zeitlos…

Zeitlos

Ein lichtes Grau, auf dem Dach ein sanfter Regen,
Das einsame Kloster, auch bei Tage nur selten geöffnet.

Ich sitze uns schaue, wie die grüne Farbe des Mooses
Allmählich hinaufwächst in die Gewänder der Mönche.

Wang Wei

Wenn man bei einer Schale Tee, die Welt betrachtet und die Zeit
losläßt, dann kann man die zehntausend Dinge geschehen lassen.
Ohne das einem etwas fehlt… Zeitlos!
Alles verschmilzt zum ewigen Jetzt…

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Das Herz ist wie ein Spiegel

Tori

Der höchste Mensch gebraucht sein Herz wie einen Spiegel.
Er geht den Dingen nicht nach und geht ihnen nicht entgegen; er spiegelt sie wider, aber hält sie nicht fest. Darum kann er die Welt überwinden und wird nicht verwundet. Er ist nicht der Sklave seines Ruhms; er hegt nicht Pläne; er gibt sich nicht ab mit Geschäften; er ist nicht Herr des Erkennens.
Er beachtet das Kleinste und ist doch unerschöpflich und weilt jenseits des Ichs. Bis aufs Letzte nimmt er entgegen, was der Himmel spendet, und hat doch, als hätte er nichts. Er bleibt demütig.

Zhunang Zi

Nur durch Ruhe und Gelassenheit kommen wir durch die Mühen der Zeit.
Sich immer wieder sammeln und erkennen, dass aus der Ruhe heraus die notwendige Kraft geschöpft wird. Wir sind wie Spiegel, die die Wirklichkeit reflektieren und je klarer wir selbst sind, um so klarer ist das was wir täglich erleben. Beim Tee trinken können wir uns sammeln und den Augenblick ausdehnen um wieder Kraft und Zuversicht zu tanken.

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Die Zauberperle

Der Herr der gelben Erde wandelte jenseits der Grenzen der Welt. Da kam er auf einen hohen Berg und schaute den Kreislauf der Wiederkehr. Da verlor er seine Zauberperle. Er sandte Erkenntnis aus, sie zu suchen, und bekam sie nicht wieder. Er sandte Scharfblick aus, sie zu suchen, und bekam sie nicht wieder.

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Bäume pflanzen…

Die Zeit der Monsunregen stand bevor, und ein sehr alter
Mann grub in seinem Garten tiefe Löcher.
“Was tut Ihr?” frage der Nachbar.
“Ich pflanze Mango-Bäume”, lautete die Antwort.
“Wollt Ihr etwa noch Früchte von diesem Baum essen?”
“Nein, so lange werde ich nicht leben. Aber andere werden
dasein. Mir fiel neulich ein, dass ich mein Leben lang
Mangos gegessen habe, die von anderen Leuten gepflanzt
wurden. Auf diese Weise möchte ich ihnen meine
Dankbarkeit zeigen.”

Was wir heute tun, ist die Ernte von morgen…

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Bequemlichkeit…

Jemand beobachtete Nasrudin, wie dieser etwas
auf dem Boden suchte.
“Was hast du verloren, Nasrudin?” fragte er.
“Meinen Schluessel”, sagte der Mulla.
Beide lagen nun auf den Knien und suchten.
Nach einer Weile fragte der andere:
“Wo hast du ihn denn eigentlich verloren?”
“In meinem Hause.”
“Aber warum suchst du ihn dann hier draussen?”
“Weil es hier heller ist.”

Wie so oft, erliegen wir dem Glauben,
die Dinge oder die Veraenderung
ohne Anstrengung tun zu koennen…

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